Das französische Alphabet hat dieselben 26 Grundbuchstaben wie das deutsche, aber mit anderen Namen: a, bé, cé, dé, e, effe, gé, ache, i, ji, ka, elle, emme, enne, o, pé, cu, erre, esse, té, u, vé, double vé, ixe, i grec, zède. Dazu kommen Akzente (é, è, ê, à, ù, â, î, ô, û), tréma (ë, ï) und cédille (ç); ä, ö und ß gibt es nicht.
Die 26 Buchstaben und ihre Namen
Viele Buchstabennamen sind anders als im Deutschen: gé statt „Ge“, ji statt „Jot“, vé statt „Fau“, double vé statt „We“. Die Namen sind männlich (un a, deux l).
Die Lautschrift steht zwischen Schrägstrichen. Die Spalte „Zum Mitsprechen“ ist nur eine grobe Annäherung für Deutschsprachige: ö wie in „Löwe“, ü wie in „Tür“ (= französisches u), ä wie in „Käse“, „w“ wie in „Wasser“ und „zh“ wie das g in „Garage“.
| Name | Buchstabe | Aussprache | Zum Mitsprechen | Beispielwort |
|---|---|---|---|---|
| a | A, a | /a/ | a | ami |
| bé | B, b | /be/ | be | bonjour |
| cé | C, c | /se/ | se | café |
| dé | D, d | /de/ | de | dix |
| e | E, e | /ə/ | ö (kurz) | le |
| effe | F, f | /ɛf/ | äf | fille |
| gé | G, g | /ʒe/ | zhe | gâteau |
| ache | H, h | /aʃ/ | asch | hôtel |
| i | I, i | /i/ | i | île |
| ji | J, j | /ʒi/ | zhi | jour |
| ka | K, k | /ka/ | ka | kilo |
| elle | L, l | /ɛl/ | äl | lune |
| emme | M, m | /ɛm/ | äm | maman |
| enne | N, n | /ɛn/ | än | nuit |
| o | O, o | /o/ | o | orange |
| pé | P, p | /pe/ | pe | pain |
| cu | Q, q | /ky/ | kü | quatre |
| erre | R, r | /ɛʁ/ | är | rouge |
| esse | S, s | /ɛs/ | äs | soleil |
| té | T, t | /te/ | te | table |
| u | U, u | /y/ | ü | rue |
| vé | V, v | /ve/ | we | vélo |
| double vé | W, w | /dubləve/ | du-blö-we | wagon |
| ixe | X, x | /iks/ | iks | taxi |
| i grec | Y, y | /igʁɛk/ | i-grek | yaourt |
| zède | Z, z | /zɛd/ | säd | zéro |
Der Buchstabe Q heißt cu (auch qu geschrieben).
Das e ist ein kurzer, schwacher Laut mit leicht gerundeten Lippen, ähnlich dem e in „bitte“. Das u wird wie das deutsche ü gesprochen, das ou wie das deutsche u: rue /ʁy/ (ü), rouge /ʁuʒ/ (u).
Vier Paare, die verwechselt werden
- G und J. gé /ʒe/ und ji /ʒi/ beginnen beide mit dem „zh“-Laut wie in „Garage“, nicht mit „g“ und nicht mit deutschem „j“.
- V und W. vé ist ein „we“, nicht „fau“; double vé (W) heißt wörtlich „doppeltes V“.
- Q und U. cu /ky/ und u /y/ haben beide den ü-Laut, nicht „ku“ und „u“.
- E und É. Der Buchstabe e ist ein kurzes „ö“; der Laut /e/ gehört zum é, wie in été.
Akzente, cédille und tréma
Das Alphabet kennt weder ä, ö, ü noch ß als Buchstaben. Dafür gibt es Zeichen auf den Vokalen, die den Laut verändern oder Wörter unterscheiden.
| Zeichen | Name | Auf welchen Buchstaben | Beispiele |
|---|---|---|---|
| é | accent aigu | nur e | été, école |
| è | accent grave | e, a, u | mère, à, où |
| ê | accent circonflexe | a, e, i, o, u | château, fête, île, hôtel, sûr |
| ë | tréma | e, i (selten u) | Noël, maïs, aiguë |
| ç | cédille | nur c | garçon, français, reçu |
- É, è und ê verändern den Laut. é ist geschlossenes /e/ wie in „Weg“ (été), è und ê sind offenes /ɛ/ wie in „Bett“ (mère, fête).
- Akzente unterscheiden Wörter. a (hat) und à (zu, in), la (die) und là (da), ou (oder) und où (wo), sur (auf) und sûr (sicher).
- Der Zirkumflex markiert oft ein verlorenes s. hôpital (Hospital), fête (Fest), forêt (Forst), château (Kastell). Ein gutes Hilfsmittel, um Wörter zu erschließen.
- Das tréma ist kein Umlaut. Es zeigt nur an, dass der Vokal einzeln gesprochen wird: maïs ist „ma-is“, mais (aber) ist /mɛ/. Der Vokal verwandelt sich nicht, wie es beim deutschen Umlaut geschieht.
- Die cédille macht das c weich. Vor a, o und u ist ç ein s: ça, garçon, reçu. Vor e und i steht sie nie, weil das c dort ohnehin weich ist.
- Großbuchstaben tragen Akzente. Die Académie française empfiehlt École, État, À; im Alltag werden sie aber oft weggelassen.
Die Rechtschreibreform von 1990 hat den Zirkumflex auf i und u freigestellt, außer wo er Wörter unterscheidet (sûr, dû, mûr). Boîte und boite, août und aout sind beide richtig. Akzeptieren Sie beides.
Die Ligatur œ
œ („e dans l’o“) ist ein Buchstabenpaar, aber kein eigener Buchstabe: cœur (Herz), sœur (Schwester), œuf (Ei), œil (Auge). Es klingt meist wie ö. Mit der Tastatur schreiben viele „coeur“, sorgfältige Texte verwenden œ.
Stumme Buchstaben und das h
Viele Endkonsonanten sind stumm: petit, vous, grand. Die Buchstaben c, r, f und l werden dagegen oft gesprochen: sac, mer, neuf, sel, mit Ausnahmen wie den Infinitiven auf -er (parler).
Das h wird nie gesprochen. Meist ist es ein „stummes“ h, das Elision und Bindung erlaubt: l’hôtel, les hôtels. Bei einigen Wörtern ist es ein „aspiriertes“ h, das beides verhindert: le haricot, les héros.
Buchstabieren: Namen und E-Mail-Adressen
- Comment ça s’écrit ?: Wie schreibt man das?
- Vous pouvez épeler, s’il vous plaît ? oder Tu peux épeler ton nom ?
- deux l, deux t: doppeltes l, doppeltes t
- e accent aigu, e accent grave, c cédille
- majuscule, minuscule: Groß- und Kleinbuchstabe
- trait d’union: Bindestrich, apostrophe
- arobase (@), point (Punkt), tiret (Bindestrich in Adressen), tiret bas (Unterstrich)
Zur Klärung nennt man ein Wort: M comme Marseille, B comme Bordeaux. Auch die klassische Buchstabiertafel mit Vornamen gibt es: A comme Anatole, B comme Berthe.
Je m’appelle Hugues : H, U, G, U, E, S.Ich heiße Hugues: H, U, G, U, E, S.
Mon adresse, c’est jo point martin arobase exemple point com.Meine Adresse ist jo.martin@exemple.com.
Garçon s’écrit avec un c cédille.Garçon schreibt man mit c cédille.
Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
- Deutsche Buchstabennamen: „Ge“, „Jot“, „Fau“, „We“, „Ypsilon“ statt gé, ji, vé, double vé, i grec.
- Das u als „u“ gesprochen: rue wird „ru“ statt /ʁy/.
- Fehlende Akzente und fehlende cédille: „Francais“, „garcon“, „ca va“.
- Akzent in der falschen Richtung oder é für jeden Akzent: „mére“, „trés“.
- Tréma als Umlaut gelesen: Noël als „Nöl“, maïs als „Mäs“.
- Stumme Buchstaben mitgesprochen: das t in petit, das h in hôtel.
- Doppelte Buchstaben einzeln buchstabiert: „L, L“ statt deux l.
Im Unterricht: Buchstabierrituale
- Ein Wort erscheint: das Wort des Tages, der Name einer Schülerin, eine französische Stadt.
- Ein Kind buchstabiert es laut, die anderen schreiben auf Mini-Whiteboards, ohne hinzusehen.
- Das Wort wird aufgedeckt; die Klasse prüft Akzente, cédille und doppelte Buchstaben.
- Dann buchstabiert die Lehrkraft ein Wort, und die Klasse schreibt und übersetzt es.
- Die Rolle des Buchstabierenden wechselt täglich.
Auch kurze Spiele helfen: le pendu (Galgenmännchen) und le petit bac (Stadt-Land-Fluss). Genau das leistet ein tägliches Ritual.
- A1Die Buchstaben sagen und den Vornamen buchstabieren: Je m’appelle Léa : L, E accent aigu, A.
- A2Nachname, Ort und E-Mail-Adresse buchstabieren; Ça s’écrit comment ? fragen
- B1Akzente, die Wörter unterscheiden: a / à, ou / où, sur / sûr; Diktat
- B2Verschiedene Schreibungen eines Lauts: o, au, eau, è, ê, ai, ei; stummes und aspiriertes h
Das Ritual zum Stundenbeginn, jeden Morgen bereit
Das Datum, die Uhrzeit, die Zahlen, das Wort des Tages: auf dem Niveau Ihrer Klasse projiziert, ohne Vorbereitung. Ohne Vorbereitung: Testen Sie alles kostenlos – 15 Nutzungstage lang.
Häufige Fragen
Wie viele Buchstaben hat das französische Alphabet?
26, dieselben wie die Grundbuchstaben des deutschen Alphabets (ohne ä, ö, ü, ß). Buchstaben mit Akzent, ç und die Ligaturen œ und æ zählen nicht als eigene Buchstaben.
Wie spricht man das französische Alphabet aus?
Das e ist ein kurzes „ö“, u wird wie deutsches ü gesprochen, g ist gé (zhe), j ist ji (zhi), h ist ache (asch), v ist vé (we).
Welche Akzente gibt es im Französischen?
accent aigu (é), accent grave (è, à, ù), accent circonflexe (â, ê, î, ô, û) und tréma (ë, ï). Dazu die cédille (ç).
Was ist der Unterschied zwischen tréma und Umlaut?
Das tréma verändert nicht den Vokal: Es zeigt nur an, dass er einzeln gesprochen wird (maïs, Noël).
Wie sagt man @ auf Französisch?
Arobase. Der Punkt heißt point, der Bindestrich tiret, der Unterstrich tiret bas.
Wie fragt man, wie etwas geschrieben wird?
Comment ça s’écrit ? oder Ça s’écrit comment ? Wer buchstabieren soll, hört Vous pouvez épeler ?