Begrüßung auf Englisch: Hello oder Hi, Good morning (bis zum Mittag), Good afternoon, Good evening; Verabschiedung mit Goodbye, Bye oder See you. Good night sagt man nur zum Abschied.
Begrüßen und Verabschieden
Im Englischen gibt es keinen Unterschied zwischen „du“ und „Sie“: you gilt immer. Höflichkeit entsteht durch die Wortwahl, den Ton und die Anrede. Das macht die Begrüßung einfacher, aber auch anders als im Deutschen.
| Englisch | Deutsch | Wann? |
|---|---|---|
| Hello | Hallo | überall, neutral |
| Hi | Hallo | locker, unter Gleichaltrigen und im Alltag |
| Hey | Hey | sehr locker |
| Good morning | Guten Morgen | bis etwa zur Mittagszeit |
| Good afternoon | Guten Tag | von der Mittagszeit bis zum frühen Abend |
| Good evening | Guten Abend | als Begrüßung am Abend |
| Good night | Gute Nacht | nur zum Abschied oder vor dem Schlafengehen |
| Goodbye | Auf Wiedersehen | neutral |
| Bye | Tschüss | locker |
| See you later | Bis später | locker, am gleichen Tag |
| See you tomorrow | Bis morgen | locker, im Unterricht sehr häufig |
| Take care | Pass auf dich auf | herzlich, locker |
| Have a nice day | Schönen Tag noch | besonders im Service und in den USA |
| Nice to meet you | Schön, Sie kennenzulernen | beim ersten Treffen |
Bei Hello liegt die Betonung auf der zweiten Silbe: /həˈləʊ/, etwa „he-LOU“. Bei afternoon liegt der Ton auf der letzten Silbe: /ˌɑːftəˈnuːn/.
Die Frage „How are you?“
How are you? ist im Englischen vor allem eine Begrüßungsformel und weniger eine echte Frage nach dem Befinden. Erwartet wird eine kurze Antwort und die Gegenfrage And you?, nicht ein ausführlicher Bericht.
| Antwort | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| I’m fine, thank you. And you? | Gut, danke. Und dir? | neutral, höflich |
| I’m good, thanks. | Gut, danke. | locker, sehr verbreitet |
| I’m great! | Mir geht es großartig! | begeistert |
| Not bad, thanks. | Nicht schlecht, danke. | gelassen |
| So-so. | Es geht so. | mittelmäßig |
| I’m tired. | Ich bin müde. | ehrlich, locker |
| Not very well, I’m afraid. | Nicht so gut, leider. | höflich, wenn es wirklich nicht passt |
Für das Wohlbefinden stehen drei Formen nebeneinander, die oft verwechselt werden: I’m fine. (neutral), I’m well. (etwas formeller) und I’m good. (locker, im Alltag sehr verbreitet). Alle drei sind im Gespräch üblich.
Lockerere Varianten der Frage sind How’s it going?, How are things? und What’s up?. Auf What’s up? antwortet man oft mit Not much. oder Nothing special.
Anrede und Höflichkeit
- Mr, Ms und Mrs stehen mit dem Familiennamen. Good morning, Mr Weber. Der Vorname steht nicht dabei. Im britischen Englisch schreibt man diese Anreden meist ohne Punkt, im amerikanischen mit Punkt: Mr Weber / Mr. Weber.
- „Ms“ ist neutral. Ms wird für Frauen verwendet, ohne dass der Familienstand genannt wird.
- Höflich fragen mit „could“ und „please“. Could you help me, please? Die Höflichkeit steckt hier in der Wortwahl und nicht in einem eigenen Pronomen wie „Sie“.
- „Excuse me“ und „Sorry“. Excuse me zieht Aufmerksamkeit auf sich, Sorry entschuldigt sich.
In britischen Schulen sprechen Schülerinnen und Schüler Lehrkräfte oft mit Sir oder Miss an. Im deutschen Klassenzimmer lässt sich einfacher Mr oder Ms plus Familienname üben. Ein Händedruck ist im formellen Rahmen üblich, im Alltag genügt ein Lächeln und ein Hello.
Nützliche Wendungen:
Good morning, everyone!Guten Morgen zusammen!
Hello, Mr Weber. How are you?Guten Tag, Herr Weber. Wie geht es Ihnen?
I’m fine, thank you. And you?Gut, danke. Und Ihnen?
Nice to meet you.Schön, Sie kennenzulernen.
Pleased to meet you, too.Freut mich ebenfalls.
See you on Monday!Bis Montag!
Have a good weekend!Schönes Wochenende!
Thanks, you too!Danke, gleichfalls!
Die förmliche Begrüßung beim Kennenlernen How do you do? wird nicht beantwortet, sondern wiederholt: How do you do? Sie ist heute selten und eher formell.
Anreden in Briefen und E-Mails
Auch schriftlich unterscheidet sich die Begrüßung von der deutschen. Bei einem formellen Brief steht Dear Mr Weber, am Anfang, bei einer Anrede ohne Namen Dear Sir or Madam,. Am Ende steht im britischen Englisch Yours sincerely,, wenn der Name bekannt ist, und Yours faithfully,, wenn er fehlt. Im amerikanischen Englisch ist Sincerely, üblich.
Unter Bekannten genügt Hi Anna, oder Hello Anna, und am Schluss Best wishes,, Kind regards, oder See you soon,. Eine kurze E-Mail an einen Brieffreund oder eine Brieffreundin ist im Unterricht eine ideale Anwendung, weil sie Begrüßung, Befinden und Verabschiedung in einen Zusammenhang stellt.
Typische Fehler deutschsprachiger Lernender
- „Good night“ als Abendgruß. Good night ist nur der Gruß beim Weggehen oder vor dem Schlafengehen. Als Begrüßung am Abend gilt Good evening.
- „Good day“ für „Guten Tag“. Es gibt kein Gegenstück: Tagsüber sagt man Hello, Good morning oder Good afternoon. Good day klingt altmodisch.
- Zu ausführlich auf „How are you?“ antworten. Die Frage ist eine Floskel. Kurz antworten und zurückfragen.
- Der Vorname mit Mr oder Ms. „Mr Anna“ oder „Ms Lena“ ist nicht üblich. Der Familienname gehört dazu.
- Die Betonung von Hello. Betont wird die zweite Silbe: he-LOU, mit einem Zwielaut am Ende.
- Empfindungen mit „have“. Für Empfindungen steht be: I’m cold, I’m hungry, I’m thirsty. Nach dem deutschen „Ich habe Hunger“ entsteht leicht „I have hunger“; I have a cold bedeutet dagegen „Ich bin erkältet“.
- „Bis später“ wörtlich. Statt „till later“ sagt man See you later.
Im Unterricht: das Begrüßungsritual
Die Begrüßung zu Beginn der Stunde ist ein idealer Zeitpunkt für ein festes Ritual, denn sie wiederholt sich täglich und lässt sich nach und nach ausbauen:
- Begrüßen Sie die Klasse mit Good morning, everyone! und lassen Sie im Chor antworten.
- Zeigen Sie ein Gesicht an der Tafel, das ein Gefühl ausdrückt, etwa fröhlich, müde oder wütend.
- Die Klasse sagt, wie dieses Gesicht sich fühlt: He’s happy. oder I’m tired.
- Decken Sie die Antwort auf, und eine Schülerin oder ein Schüler fragt die nächste Person How are you today?
Das Ritual verknüpft die Begrüßung mit einem Wortschatz für Gefühle: happy, sad, tired, hungry, thirsty, angry, nervous, excited, bored. Genau das leistet ein tägliches Ritual: wenige Minuten, aber jeden Tag.
In der Grundschule genügt Hello und Goodbye mit einem Lied oder einer Geste. Ab der Sekundarstufe I lassen sich Antworten mit Begründung anschließen: I’m tired because I went to bed late.
Anpassung an das Niveau
- A1Begrüßung und Antwort: Hello! I’m fine, thanks.
- A2Mit Gegenfrage und Gefühl: I’m good. And you?
- B1Mit Begründung: I’m tired because I had a test yesterday.
- B2Ausdrücke und Nuancen: I’m a bit under the weather.
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Häufige Fragen
Wie begrüßt man sich auf Englisch?
Mit Hello oder Hi, am Morgen mit Good morning, nachmittags mit Good afternoon und abends mit Good evening.
Wie verabschiedet man sich auf Englisch?
Mit Goodbye, Bye oder See you (später, morgen, am Montag). Vor dem Schlafengehen sagt man Good night.
Wann sagt man „Good night“?
Nur zum Abschied am Abend oder vor dem Schlafengehen, nie als Begrüßung. Als Begrüßung am Abend steht Good evening.
Wie antwortet man auf „How are you?“
Kurz und mit Gegenfrage: I’m fine, thank you. And you? oder, lockerer, I’m good, thanks. Die Frage ist meist eine Begrüßungsformel.
Gibt es im Englischen ein „du“ und ein „Sie“?
Nein. You gilt für alle. Höflichkeit zeigt sich in der Wortwahl (Could you …, please?) und in der Anrede (Mr Weber, Ms Weber).
Wie spricht man Hello aus?
Etwa /həˈləʊ/, mit der Betonung auf der zweiten Silbe, also „he-LOU“. Auch Hi (/haɪ/) ist sehr üblich.